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Furfurylalkohol in die Höhe geschnellt!

Was sind die Alternativen?

 

Seit einigen Monaten sehen wir eine konstante Steigerung des Preises von Furfurylalkohol, einem Molekül, das die Produktionsbasis von Furanharzen darstellt, die in Giessereiprozessen zur Anwendung kommen. Aus diesem Grund sind viele Gießereien stark benachteiligt, denn der Preis der Harze ist in relativ kurzer Zeit – in nur 12 Monaten – um mehr als 1 €/kg gestiegen.

Aus diesem Grund wird vermehrt versucht, minderwertige Produkte, die zwar weniger kosten, jedoch signifikant sowohl die Kinetik der Prozesse als auch die prozentuelle Verbrauchsmenge verändern, anzubieten.

Im Allgemeinen besteht das Risiko einer kompletten Verzerrung der Standards und der von einer Gießerei in ihrem eigenen Produktionsprozess erzielten Gleichgewichte.

 

Die Gründe für die Preiserhöhung sind im Wesentlichen auf die gestiegene Nachfrage zurückzuführen. Furfurylalkohol ist, wie allgemein bekannt, kein Derivat von Erdöl, sondern hat einen pflanzlichen Ursprung und findet seine Haupterzeuger in China. In der Vergangenheit zielte die chinesische Handelspolitik darauf ab, mittels Niedrigpreispolitik die Konkurrenten aus anderen Ländern auf der ganzen Welt aus dem Markt zu drängen und somit ein Monopol für Furfurylalkohol zu schaffen.

Außerdem wird dieses Molekül seit einigen Jahren auch zur Herstellung von Textilfasern verwendet, was zunehmend auf Interesse des Bekleidungsmarktes stößt, und dessen Verbrauch im Vergleich zu Fachbereichen wie die Gießereien enorm ist.

Schließlich hat auch China die neuesten Toxizitätsvorschriften für Furfurylalkohol übernommen, sodass einige Standorte, darunter industrielle Häfen oder Lagerstätten, nicht mehr geeignet sind, diesen zu verarbeiten, was zu einer weiteren Verringerung des Angebotes geführt hat.

 

Aktuell sind auch wir als Hersteller von Harzen für die Gießerei gezwungen, die Folgen dieser Ereignisse zu ertragen und oftmals ungerechtfertigte Preise zu akzeptieren, nur um die Rohstoffversorgung zu gewährleisten.

Vereinbarungen oder Rahmenverträge mit Lieferanten wurden gebrochen, vorausbezahlte Waren werden nicht zu den vereinbarten Preisen geliefert.

Die einzige Hoffnung auf eine Preissenkung hängt mit den Marktgesetzen zusammen. Das bedeutet, dass jene Hersteller, die die Produktion wegen der starken chinesischen Konkurrenz unterbrochen haben, nun wieder Interesse daran haben könnten, zu produzieren, aber es bedarf Zeit, zumal, wenn die Anlagen zuvor abgebaut wurden.

 

Mittlerweile können sich die Gießereien - unserer Meinung nach – nur auf die Optimierung des Verbrauchs konzentrieren, zum Beispiel durch den Einsatz moderner Mischer, die ständige Überwachung des Sandes und, soweit möglich, die Einführung von kondensierten Harzen mit Komponenten wie Phenol, Harnstoff und ähnlichen, neben den Furanharzen, mittels derer die Kosten der einzelnen Rezepturen reduziert werden können.

F.lli Mazzon verfügt über spezielle Reaktoren, die für diese Synthesetypen eingesetzt werden können und freut sich mit seinen Technikern, das Thema mit jeder Gießerei nach den Bedürfnissen und Besonderheiten der einzelnen Produktionsstätte zu erörtern.

 

F.lli Mazzon SpA

Die kaufmännische und technische Leitung